Es fällt mir immer wieder auf, dass es Angebote im Internet gibt, in denen jemand, z. B. für  einen Workshop wirbt oder für einen Online-Kurs. Da gibt es zum Teil wunderschöne Landingpages, also Internet-Seiten, die ganz alleine für das Angebot stehen. Doch der Nutzen des Workshops erschließt sich mir nicht.

Dabei ist es absolut wichtig, den Nutzen eines Angebotes klar herauszustellen. Nicht ohne Grund habe ich diesen Artikel „Nutzen, Nutzen, Nutzen“ genannt, in Anlehnung an das, was die Makler immer sagen, wenn sie ein Haus verkaufen wollen: Lage, Lage, Lage, heißt es dort. Das bedeutet, die Lage ist – neben dem Zustand der Immobilie – das Allerwichtigste, was zur Kaufentscheidung führt.

Genauso ist es bei den Werbetexten für Workshops, Online-Trainings, Coachings, etc. Der Nutzen muss klar herausgestellt sein, sonst haben Sie ganz schnell verloren und der potenzielle Teilnehmer zieht weiter, ohne Ihr Angebot noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Beobachten Sie sich mal selbst, welche Angebote Sie gleich weglegen und welche Sie sich immer wieder durchlesen und letztendlich auch buchen!

Fünf Tipps, die helfen, den optimalen Nutzen herauszustellen:

Erstens: Beschäftigen Sie sich mit Ihrem Lieblingskunden oder Klienten!

Nehmen Sie sich Zeit und fragen Sie sich, was dieser Menschen wirklich braucht. Stellen Sie sich explizit einen Ihrer Lieblingskunden genau vor. Schreiben Sie evtl. sogar eine kleine Biografie von einer oder einer halben Seite. Wie sieht diese Person aus? Was hat sie für Nöte? Was hat sie für Sehnsüchte?  Welche Hobbys betreibt sie? Es ist auch eine gute Idee, sich hier mal mit dem Thema Buyer-Personas zu beschäftigen. Fokussieren Sie sich auf eine Person, die stellvertretend für alle steht. Dieser Fokus hilft, dass wir uns nicht verzetteln, sondern wirklich das herausarbeiten, was wichtig ist.

Zweitens: Formulieren Sie in maximal fünf Sätzen das, was Ihr Angebot besonders macht!

Denken Sie darüber nach, was das Besondere an Ihrem Angebot ist. Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern? Was machen Sie anders als andere? Wo liegen Ihre Talente und Stärken? Manchmal sind das ganz kleine Nuancen.

Hier ein Beispiel von mir: Viele Menschen bieten mittlerweile Buch-Coachings an, ich auch. Mein Spezialgebiet, was das Schreiben von Büchern betrifft, sind aber die Selbsthilfe-Ratgeber und dann auch noch die von Coaches, ganzheitlichen Beratern oder Trainern. Außerdem helfe ich den Autoren über erste Hürden hinweg und stärke das Selbstvertrauen in die eigene Schreibstimme. Dafür habe ich ein spezielles Trainingsprogramm entwickelt. Das ist meine Einzigartigkeit. Darin unterscheide ich mich von anderen Buch-Coaches. Und was ist Ihre Einzigartigkeit? Schreiben Sie es auf!

Drittens: Bringen Sie Ihre Einzigartigkeit mit dem Kundennutzen in Einklang!

Fragen Sie sich: Was von meinem Angebot passt genau zu meinem Lieblingskunden? Wie kann ich seine Probleme lösen oder ihm helfen, den nächsten Schritt zu machen? Welche meiner einzigartigen Talente tragen dazu bei, dass dieser Mensch in seinem Leben zufriedener und glücklicher werden kann? Schreiben Sie auch das wieder in Stichworten auf.

Viertens: Verwenden Sie eine bildliche Sprache

Lange, komplizierte Sätze, möglichst noch verschachtelt und mit vielen Fremdwörtern, führen dazu, dass der potenzielle Kunde schnell abschaltet und den Text weglegt oder weiterklickt. Verwenden Sie stattdessen eine bildliche Sprache. Sie können z. B. Bilder aus Zeitschriften ausschneiden und intuitiv ziehen und das als Unterstützung dafür verwenden, um ein Bild zu finden, was Ihr Angebot beschreibt.

Hier ein Beispiel: Man könnte den Seminartitel für ein Seminar über das Thema „Seminarbeschreibungen“ folgendermaßen formulieren: „Kreieren Sie neue, spannende Seminarbeschreibungen!“ Das klingt langweilig, weil es das Gefühl nicht anspricht. Besser wäre da z. B. „Bringen Sie frischen Wind in Ihre Seminarbeschreibungen!“ Dieser Titel erzeugt ein Gefühl, er enthält eine Dynamik. Mich persönlich würde er eher ansprechen als der andere, nichtssagende Titel.

Fünftens: Die persönliche Ansprache

Sprechen Sie die Menschen immer persönlich an! Nicht so: „Die Teilnehmer lernen, wie Sie sich selbst am besten entspannen können.“ Sondern so: „Sie lernen, wie Sie sich am besten selbst entspannen können.“ Das ist eine kleine Änderung mit großer Wirkung.

Verwenden Sie außerdem möglichst immer Aktiv statt Passiv! Nicht so: „Ihnen wird gezeigt, wie Sie am schnellsten ein Einkommen generieren können.“ Sondern so: „Erfahren Sie, wie Sie am schnellsten ein Einkommen generieren können.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, dann machen Sie es Ihren Lieblingskunden leichter, sich für Ihren Workshop oder Ihren Online-Kurs zu entscheiden.

Foto: Elli Ong from Marketplace Designers – Canva